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Unwirklich

| 10,87 € – 21,15 €

Linos Festival 2026 - Abendkonzert II

Unwirklich

Adresse
Orangerie - Theater im Volksgarten Volksgartenstr. 25 50677 Köln [ Innenstadt ] www.orangerie-theater.de
Veranstalter
Linos Piano Trio Volksgartenstr. 25 50667 Köln [ Innenstadt ]
Das Surrealistische Manifest (1924) von André Breton war ein Aufruf zur Befreiung des Geistes vom rationalen Denken. Dabei schöpfte er dabei aus dem Unbewussten, um eine tiefe, seltsame Wirklichkeit zu offenbaren, die sich unter der Oberfläche des Alltags verbirgt. Die Bewegung ist vor allem in der bildenden Kunst und Literatur bekannt, Komponist:innen hatten jedoch längst zuvor ähnliche Ideen in ihrer Musik ausgedrückt und taten es noch lange danach.
Unwirklich verfolgt diesen Faden über fünf Jahrhunderte: Gesualdos kuriose und chromatische Harmonien ...
Das Surrealistische Manifest (1924) von André Breton war ein Aufruf zur Befreiung des Geistes vom rationalen Denken. Dabei schöpfte er dabei aus dem Unbewussten, um eine tiefe, seltsame Wirklichkeit zu offenbaren, die sich unter der Oberfläche des Alltags verbirgt. Die Bewegung ist vor allem in der bildenden Kunst und Literatur bekannt, Komponist:innen hatten jedoch längst zuvor ähnliche Ideen in ihrer Musik ausgedrückt und taten es noch lange danach.
Unwirklich verfolgt diesen Faden über fünf Jahrhunderte: Gesualdos kuriose und chromatische Harmonien verstörten im 16. Jahrhundert bis heute noch immer durch die Art, wie er mit den Regeln der Tonalität spielt. Satie erkundete in den 1920ern einen vorsätzlichen Absurdismus, während Poulenc surrealistische Texte vertonte. In den darauffolgenden Jahrzehnte entwickelte sich diese künstlerische Bewegung weiter. Cage erweckte in Living Room Music leblose Alltagsgegenstände durch Musik zum Leben, Lucier spielte in "Nothing is Real" Fragmente von Strawberry Fields Forever durch eine verstärkte Teekanne - man begann, die Abgrenzung zwischen Musik und Geräusch in Frage zu stellen. Echo Chamber III (2026), das diesjährige Auftragswerk des Linos Festivals, komponiert von Justina Repeckaite, greift die Verzerrung von Wahrheit und Wirklichkeit in unserer eigenen Zeit auf. Mit dem Phantasy-Quartett des jungen Benjamin Britten, dessen Kontrast zwischen der Lyrik der Oboe und den Marschrhythmen der Streicher liegt, schließt der Abend an der Grenze des Echten.

Programm:
Alvin Lucier - Nothing is Real
Erik Satie - Gymnopédie No. 3
Francis Poulenc - Lieder aus La Courte Paille und Fiançailles pour rire
Carlo Gesualdo da Venosa - Moro, lasso, al mio duolo
Justina Repeckaite - Echoes III (Auftragswerk des Festivals)
Francis Poulenc - Cellosonate

John Cage - Living Room Music
Francis Poulenc - Lieder aus Banalités und Fiançailles pour rire
Erik Satie - Gnossienne No. 3
Carlo Gesualdo da Venosa - Beltà, poi che t’assenti
Benjamin Britten - Phantasy Quartet
Erik Satie - Gymnopédie No. 1
Sep
Adresse
Orangerie - Theater im Volksgarten Volksgartenstr. 25 50677 Köln [ Innenstadt ] www.orangerie-theater.de
Veranstalter
Linos Piano Trio Volksgartenstr. 25 50667 Köln [ Innenstadt ]
Veranstaltungsort

  • Klavier
    Jacopo Giovannini
  • Künstler / in
    Linos Piano Trio
  • Viola
    Lilya Tymchyshyn
  • Sopran
  • Oboe
    Emily Ross
  • Künstlerische Leitung
    Linos Piano Trio

Veranstaltungsort

Orangerie - Theater im Volksgarten

Die Orangerie - eine Jahrhunderte alte Location mit unverwechselbarem Ambiente. Mitten in der Kölner Südstadt befindet sich das Gelände der Orangerie im Volksgarten. Das 1841 erbaute Hauptgebäude liegt in einem Park hinter einem sichelmondförmigen Erdwall und entstand zunächst als Munitionslager. Nach Ende der militärischen Nutzung wurde das Gelände vom Grünflächenamt der Stadt Köln in eine Gärtnerei ...

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