Jazz at JAKI: Julian Bossert Trio
Lakonik muss man können. Und man darf sie nicht mit Ironie verwechseln. Beides sind Künste der Anspielung, doch die eine behält einen tiefen Ernst im Inneren, während die andere auf Distanz geht.
Julian Bossert, Matthias Akeo Nowak und Dominik Raab fühlen sich der latent lakonischen Haltung des fröhlichen Ernstes verbunden und haben gerade an der Vielfältigkeit der Kontraste Spaß, die sich daraus entwickeln lassen. Es braucht dazu nicht die üblichen Mechanismen jazzmusikalischen Erkennens, die an eingeübten Mustern von Komplexität, Expressivität ...
Lakonik muss man können. Und man darf sie nicht mit Ironie verwechseln. Beides sind Künste der Anspielung, doch die eine behält einen tiefen Ernst im Inneren, während die andere auf Distanz geht.
Julian Bossert, Matthias Akeo Nowak und Dominik Raab fühlen sich der latent lakonischen Haltung des fröhlichen Ernstes verbunden und haben gerade an der Vielfältigkeit der Kontraste Spaß, die sich daraus entwickeln lassen. Es braucht dazu nicht die üblichen Mechanismen jazzmusikalischen Erkennens, die an eingeübten Mustern von Komplexität, Expressivität oder Grenzüberschreitung andocken. Die Musiker pflegen vielmehr die dynamische Rücknahme, die Beschränkung auf Grundmuster etwa des Besen- und Beckenspiels, der walkenden Bassphrasierung oder auf den samtenen geblasenen Ansatz, die dann in der Detailarbeit ihre Kraft entfalten. Sie verzichten auf die Sicherheit des Harmonischen und spielen mit der Offenheit der Andeutungen, die sich daraus ergeben. Und sie konzentrieren sich auf pointierten Swing, auf den Groove im Feinen, vor allem auf das Zusammenwirken der Charaktere, die der Musik die Anmutung des Organischen verleihen und zugleich genügend Integrität behalten, um nicht klischeehaft zu wirken. Wieder hilft das Lakonische, um der Musik eine Aura der Präsenz zu verliehen. Man hört das Lächeln, aber auch die Klarheit, den Wunsch, das Ziel. Dead Beat, Bad Deed – und vielleicht ist doch auch ein Körnchen Ironie im Spiel. Ein Augenzwinkern nur.
– Ralf Dombrowski
- 16.05.2026, 20:00 Uhr
Jazz at JAKI: Felix Ambach Trio
- 17.05.2026, 18:00 Uhr
Paul Heller invites Julian & Roman Wasserfuhr
- 18.05.2026, 20:00 Uhr
Miles 100 - ein literarisch-musikalischer Dialog mit Stefan Hentz & Pablo Held
- 19.05.2026, 20:00 Uhr
Brandee Younger Trio
- 21.05.2026, 20:00 Uhr
NICA live: Felix Hauptmann PERCUSSION | Release-Konzert
- 22.05.2026, 20:00 Uhr
Melting Pot Music presents: FloFilz & Radiohop
- 23.05.2026, 20:00 Uhr
Jazz at JAKI: Malstrom
- 25.05.2026, 20:00 Uhr
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- 27.05.2026, 20:00 Uhr
Etienne Nillesen // Nate Wooley, Chris Corsano & Ches Smith
- 28.05.2026, 20:00 Uhr
Das Kondensat
- drums
- double bass
- alto saxophone
Veranstaltungsort
Stadtgarten | Initiative Kölner Jazz Haus e.V.
Als wir vor über 35 Jahren das erste Konzert im damals neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens veranstalteten, hatten wir bestenfalls eine Ahnung von dem, was auf uns zukommen würde. Unsere Idee war, etwas zu machen, was es bis dahin in unserem Land noch nicht gab: Ein unabhängiges Konzertprogramm mit aktueller improvisierter Musik, das inhaltlich ausgerichtet war und weder nach Zuschauerzahlen ...