Jazz

Loft

WISSEL & LYTTON

// Live-Mitschnitt //
Die beiden Improvisatoren haben sich im Zuge ihrer Suche nach einer neuen und persönlichen Klangsprache über Jahre hinweg immer wieder intensiv mit der Modifikation und Anpassung ihres Instrumentariums an ihre künstlerischen Bedürfnisse beschäftigt.

Georg Wissel versteht sich selbst auch als sculptor of compressed air, und nutzt neben erweiterten saxophonistischen Spieltechniken verschiedenste Utensilien zur Präparation seiner Instrumente.
Paul Lytton spielt in diesem Duo seinen Tisch, auf dem er eine Unmenge sorgsamst ausgesuchter Klangerzeuger aus Haushalt und Percussion arrangiert und zum Leben erweckt.

So weist Wissel & Lytton’s Set-Up durchaus auch den Charakter einer (akustischen) Werkstatt auf, in der sie seit 2006 regelmäßig zusammenkommen. Dabei arbeitet das Duo ohne vorgefertigte Konzepte oder versteckte Absprachen; alle Karten werden offen ausgespielt.
Die Zuhörer werden gleichberechtigte Zeugen eines assoziativen künstlerischen Prozesses, in dessen Verlauf die beiden Musiker mit ebenso großer Lust am Klang wie hoher Sensibilität eine ausdifferenzierte Geräusch-Klang-Kunst-Musik entstehen lassen.

Paul Lytton
Den 1947 in London geborenen Musiker als Schlagzeuger zu bezeichnen, ist eigentlich eine Fehlinterpretation. Denn in der Verwendung des herkömmlichen Jazzinstrumentariums erschöpft sich das Spiel Lyttons schon lange nicht
mehr. Seit Beginn der siebziger Jahre entwickelte der britische Percussionist eine Vielzahl von eigenen Instrumenten, die er nicht selten mit elektronischer Verstärkung spielt.
Geschult durch Kooperationen mit wichtigen britischen Musikern wie Tony Oxley, Derek Bailey und Evan Parker, mit dem er seit Ende der sechziger Jahre regelmäßig zusammenspielt, entwickelte Lytton einen unverwechselbaren, energetischen Stil, dessen Zentrifugalkraft die Erkundung neuer Klänge
bildet. Gemeinsam mit Parker und dem Kontrabassisten Barry Guy bildet Lytton eines der ältesten Trios der experimentellen europäischen Improvisationsszene.

Georg Wissel
Inspiriert durch die Zusammenarbeit mit Künstlern der elektronischen Musik begann Georg Wissel neben der Erweiterung saxophonistischer Spieltechniken seit Ende der 1990er Jahre auch nach Möglichkeiten zu suchen die Klangpalette seiner Instrumente mittels Präparationen zu erweitern. Die Ergebnisse seiner Forschungen sind mittlerweile zu einem integralen Bestandteil seines Spiels geworden.

Georg Wissel konzertiert regelmäßig und international mit Konzerten und Festivalauftritten in Europa, Südamerika, Asien, Australien und USA; als Solist sowie mit zahlreichen namhaften Vertretern der Zeitgenössischen Improvisierten und komponierten Musik, wie … Liz Allbee, Burkhard Beins, Steve Beresford, Nicolas Collins, George Cremaschi, Matthew Goodheart, Gunda Gottschalk, Lou Grassi, Carl Ludwig Hübsch, Thomas Lehn, Etienne Nillesen, Tim O’Dwyer, Melvyn Poore, Michal Rataj, Richard Scott, Michael Vorfeld, ‚Simon Rummel Ensemble‘, Ensemble hand werk, ‚LondonImprovisersOrchestra’…
Außerdem war er langjähriges Mitglied von Frank Köllges‘ ‚Adam Noidlt Missiles‘ bis zu dessen frühen Tod in 2012.
Die Beschäftigung mit Klang und Geräusch in der instrumentalen Praxis erweitert er seit 2010
auch durch akusmatische Klangkompositionen. Außerdem tritt Wissel im Rahmen von genreübergreifenden Performances, wie Tanz, Installation und bildender Kunst in Erscheinung.
georgwissel.wordpress.com/

Besetzung

  • Paul Lytton table top percussion, bits and pieces
  • Georg Wissel (präparierte) Saxophone
Adresse

Loft

Wißmannstr. 30

50823 Köln [ Ehrenfeld ]

www.loftkoeln.de

Loft

WISSEL & LYTTON

Besetzung

  • Paul Lytton table top percussion, bits and pieces
  • Georg Wissel (präparierte) Saxophone

Veranstaltungsort

Loft

Das Loft im Kölner Stadtteil Ehrenfeld ist eben genau das: ein großräumiges Loft. Seit 1989 hat die musikalische Avantgarde dort ihr Zuhause, vor allem für Jazzstudierende ist es Szenebacking und Versuchslabor zugleich. Seit 1989 finden in der obersten Etage einer Ehemaligen Parfümfabrik im Herzen Ehrenfelds regelmäßig Konzerte statt, und seitdem hat sich das LOFT zu einem geschätzten Aufführungsort ...