Die Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V. hat am vergangenen Freitag, pünktlich zum Start des Kölner Fest für Alte Musik und zur Eröffnung des ZAMUS, Thomas Höft als Geschäftsführer der Gesellschaft ernannt. Thomas Höft tritt zum 1. März 2012 seine Arbeit für die KGAM e.V. an und konnte sich als Besucher des erfolgreich verlaufenen Kölner Fest für Alte Musik bereits von der Lebendigkeit der Alten Musik in Köln und vom starken Interesse der Öffentlichkeit am neuen Zentrum für Alte Musik ZAMUS in Köln-Ehrenfeld überzeugen.
Thomas Höft arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg in sehr unterschiedlichen Bereichen der Kunst. Er verantwortete große historische Themenausstellungen in deutschen und österreichischen Museen und schrieb Sachbücher – für „Welt aus Eisen“, das die Wurzeln der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien im Mittelalter findet, wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis Buchkunst ausgezeichnet. Vor allem aber ist er mit zahlreichen Theaterstücken und Opernlibretti bekannt geworden.
Durch Götz Friedrich zu ersten Regiearbeiten ermutigt, nimmt die Musiktheaterregie einen wichtigen Raum in Thomas Höfts Schaffen ein, zuletzt inszenierte er Johann Joseph Fux’ „Orfeo“ in der Grazer styriarte, die musikalische Leitung hatte Jordi Savall. Seit 1994 verantwortet Thomas Höft als Dramaturg das Programm der styriarte, das Sommerfestival um den Dirigenten Nikolaus Harnoncourt gehört inzwischen zu den wichtigsten Musikfestivals Europas. Zudem entwickelte er die Dramaturgie des Grazer Osterfestivals Psalm, das seit 2003 jährlich interkulturelle und spirituelle Musik präsentiert. Von 1999 bis 2001 war Thomas Höft außerdem Intendant des Brandenburger Theaters, zudem war er Intendant der Kulturhauptstadtbewerbung Augsburg 2010 sowie des Festjahres zur Erinnerung an das 450-jährige Jubiläum des Augsburger Religionsfriedens.
Mit seiner Ernennung zum Geschäftsführer der KGAM e.V. erfüllt sich für Thomas Höft der Wunsch nach einer intensiven Beschäftigung mit der Alten Musik in Köln. Seinen Lebensmittelpunkt hat der Autor, Regisseur und Intendant aus privaten Gründen schon seit einigen Jahren in Köln-Ehrenfeld, und der aufstrebende Stadtteil liegt ihm in seiner multikulturellen Kreativität und künstlerischen Lebendigkeit am Herzen.