Musikerdatenbank
Amphion-Bläseroktett
"Sie haben an der Schola Cantorum in Basel, dem Mekka für historische Aufführungspraxis, studiert, sie gehören zu den wenigen Bläserensembles, die auf historischen Instrumenten dem Originalklang huldigen, und die Kritik zählt sie schon zur Virtuosen-Elite des 21. Jahrhunderts". So skizzierte der Bayerische Rundfunk im vergangenen Jahr das AMPHION-BLÄSEROKTETT. Als Gewinner des selten vergebenen ersten Preises beim Van Wassenaer Concours in Den Haag 1998 sorgte das Ensemble schon kurz nach seiner Gründung für internationale Aufmerksamkeit. Dieser Anerkennung folgten Engagements zu Festivals und etablierten Konzertreihen in Österreich, der Schweiz, Spanien, Tschechien, den Niederlanden und in Deutschland. Besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die Tage Alter Musik Regensburg, der Kissinger Winterzauber, das Festival Mitte Europa, die "Musica Antiqua"-Reihe des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, die Konzerte der Freunde Alter Musik in Basel, der MDR-Musiksommer und der Fränkische Sommer. Die Mitglieder von Amphion haben sich nach ihrem Studium in den international renommiertesten Barockorchestern unter Dirigenten wie William Christie, John Eliot Gardiner, Gustav Leonhardt, Jordi Savall und Bruno Weil solistisch profiliert; gern wird das Ensemble aber auch von Orchesterformationen als kompletter Bläsersatz engagiert, so bei La Cetra in Basel. Die Ensemblearbeit wurde bereits vielfach dokumentiert, so durch Konzertmitschnitte des BR, des Radio DRS und des SWR. Das Schweizer Label Pan Classics veröffentlichte seit 2001 mehrere CD-Produktionen mit Amphion: eine Ersteinspielung von Werken Josef Triebensees (2001), eine Aufnahme mit Entdeckungen aus dem Œuvre Frantisek Krommers (2003), eine Produktion mit Bläserserenaden von Wolfgang Amadeus Mozart (2005) und zuletzt Harmoniemusiken Antonio Rosettis für Oettingen-Wallerstein (2007). Gemeinsam mit der Schola Cantorum Basiliensis und dem Label Harmonia Mundi France erschien außerdem 2006 eine viel beachtete CD mit Harmoniemusik von Ludwig van Beethoven. All diese Produktionen fanden und finden bei Fachkritik und Publikum immer wieder große Anerkennung. Das Repertoire des Amphion-Bläseroktetts reicht von den bekannten Originalkompositionen Mozarts und Beethovens über Wiederentdeckungen heute vergessener böhmischer und Wiener Meister bis hin zu typischen Bearbeitungen bedeutender Opern und Sinfonien des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts für diese Besetzung. Dabei belegt die Vielfalt in den Programmen auch unübersehbar die außerordentliche Beliebtheit und musikgeschichtliche Stellung dieser Gattung. Amphion spielt auf Instrumenten aus der Zeit um 1800 oder deren originalgetreuen Kopien.
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